Sessel nach Amputation

01.10.2022

Erläuterung zum Thema Amputation

Erläuterung

Unter einer Amputation versteht man die Abtrennung eines Körperteils. Dies kann sowohl bei Unfällen als auch im Rahmen einer Operation geschehen. Häufig machen zum Beispiel Blutgefäßerkrankungen mit schwerem Verlauf, bei denen Gewebe nicht mehr ausreichend durchblutet wird, eine Amputation notwendig. Lesen Sie alles Wichtige über das Operationsverfahren, wann es durchgeführt wird und welche Risiken es birgt. Bei einer Amputation wird ein Körperteil (meist eine Gliedmaße) entweder chirurgisch oder durch einen Unfall abgetrennt. Wenn zwischen dem abgetrennten Körperteil, dem sogenannten Amputat, und dem Körper noch eine Verbindung durch Gewebe wie Haut oder Muskulatur besteht, bezeichnet man das als subtotale Amputation. Dem gegenüber steht die totale Amputation, also die vollständige Durchtrennung.

Unterschiedliche Krankheiten die zur Amputation führen

Amputation bei Gefäßerkrankungen

Störungen des arteriellen Blutflusses zählen zu den häufigsten Gründen für Amputationen. Wenn Gewebe nicht ausreichend durchblutet wird, erhalten die Zellen nicht genügend Sauerstoff und sterben ab.

Verantwortlich dafür kann zum Beispiel die sogenannte periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK, "Raucherbein") sein, bei der vor allem die Arterien in den Beinen "verkalken". Zwar versuchen Ärzte zunächst, den Blutfluss durch gefäßchirurgische Operationen zu verbessern. Das zögert eine Amputation aber oft nur hinaus. Die pAVK kann alleine oder als Spätfolge einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) auftreten.

Amputation bei Zuckerkrankheit

Auf Dauer schädigen die hohen Blutzuckerwerte bei Diabetes mellitus nicht nur kleine und große Blutgefäße, sondern auch die Nerven. Deshalb nehmen Zuckerkranke Sinnesreize wie Schmerz, Temperatur oder Druck oft viel schwächer wahr als gesunde Menschen.

Verletzt sich ein Zuckerkranker zum Beispiel am Fuß, spürt er oft keine oder kaum Schmerzen und sucht deswegen auch keinen Arzt zur fachgerechten Wundbehandlung auf. In der Folge kann es im Bereich der Verletzung zum Gewebeuntergang (Nekrosen) und Infektionen kommen (diabetischer Fuß). In schweren Fällen lassen diese sich nur durch eine Amputation eindämmen.

Amputation bei Krebs

Auch bei bösartigem Knochenkrebs bedarf es manchmal einer Amputation. Oberschenkel, Unterschenkel und Oberarme sind hier besonders häufig betroffen. Ziel des Eingriffs ist es, die Aussaat von bösartigen Krebszellen in andere Körperregionen zu verhindern. Den Funktionsverlust durch die Amputation nimmt man zugunsten besserer Überlebenschancen in Kauf.

Auch Weichgewebstumoren können eine Amputation notwendig machen. So stellt beispielsweise eine Penisamputation bei bestimmten Krebsarten die letzte therapeutische Möglichkeit dar, auch wenn dies mit großen psychischen Belastungen für den Betroffenen einhergeht.

Amputation bei Unfällen

Gerade bei Verkehrsunfällen oder Arbeitsunfällen mit landwirtschaftlichen oder industriellen Maschinen werden Extremitäten oft sehr stark verletzt. Es ist dann unter Umständen nicht mehr möglich, die durchtrennten Gefäße und Nerven miteinander zu vernähen. In solchen Fällen entscheidet sich der Chirurg für eine Amputation. Unterschenkel und Unterarme sind besonders oft betroffen.

Zusatz

Für viele Patienten ist der Verlust eines Körperteils nach einer Amputation sehr belastend. Falls Sie betroffen sind, haben Sie die Möglichkeit, nach der Operation mit spezialisierten Psychologen darüber zu sprechen.

In die weitere Nachsorge sind neben den Ärzten und Psychologen auch Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Orthopädietechniker eingebunden. Diese Fachkräfte helfen Ihnen, sich im Leben wieder zurechtzufinden. Zum Beispiel trainieren sie mit Ihnen in einer Rehabilitationsklinik den Umgang mit der neuen Prothese. Auch wenn diese Therapie sehr anstrengend ist - es ist wichtig, dass Sie regelmäßig üben, um sich an die Prothese zu gewöhnen. Auch besteht die Gefahr Schwierigkeiten zu aufzustehen, sich hinzusetzen und können unter einer schlechten Balance leiden, Gehschwierigkeiten und Probleme bei längerem Stehen haben. Hier sollten Sie auf jeden Fall Rücksprache mit ihrem Arzt oder Therapeuten zu nehmen.

Der Sessel bei einem Bewegungsproblem von Hüfte, Knie, Becken oder Bein?

Arthrodesischer Sitz

Das Problem

Durch verschiedene Ursachen kann ein Bewegungsproblem in Hüfte, Knie, Becken oder Beinen entstehen. Wer sich damit auseinandersetzen muss, wird feststellen, dass das Sitzen (und oft auch das Aufstehen) schwierig ist und sich nicht wohl anfühlt. Dies gilt unter anderem in folgenden Situationen:

  • Arthrose
  • Eine Beinproth
  • ese Folgen eines Sturzes
  • Bursitis Spastik in den Beinen
  • Beckenneigung

Ein Beispiel: Durch eine Bewegungseinschränkung des Knies kann der Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel nicht ausreichend gebeugt werden. Für dieses Bein wäre eine niedrigere Sitzhöhe wünschenswert als für das gesunde Bein. Eine ordentliche Session kann dafür nicht eingestellt werden.

Die Lösung

Der Arthrodesensitz empfiehlt sich besonders für Menschen mit einer Beinamputation (Prothese) oder einer Bewegungseinschränkung der Hüfte oder des Knies. Die geteilte Sitzfläche ist bei ausgefahrener Beinstütze beidseitig höhenverstellbar (Bereich ca. 8 cm). In Kombination mit der unabhängigen Rückenverstellung können Sie ganz einfach den richtigen Rückenwinkel bestimmen.

Wenn die Beinstütze herauskommt, hebt sich der Sitz automatisch an, um die Beine gut zu stützen. Über die Rückenlehnenverstellung lässt sich jederzeit die gewünschte Sitzneigung einstellen. Für jede Sitztiefe wird ein spezieller Sitz gefertigt. Der feste (nicht verstellbare) Teil beträgt immer 12 cm, gemessen von der Vorderseite des Rückens. Bei dieser Option ist die Beinstütze nicht mehr gepolstert, sondern mit einem Zwischenhocker ausgestattet.

Der Effekt

Durch die unterschiedlichen Sitzhöhen eines ergonomischen Aufstehstuhls mit Arthrodesensitz wird das Bein bei der Bewegungseinschränkung weniger belastet. Dadurch ist es möglich, länger bequem in einer bestimmten Position zu sitzen, sich besser auszuruhen und im Sitzen mehr zu tun; Denken Sie an Fernsehen, Lesen oder einen gemütlichen Abend mit Gästen.


Pflegesessel fitForm Vario Modelle in Ausführung Arthrodese-Sitz
Pflegesessel fitForm Vario Modelle in Ausführung Arthrodese-Sitz

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