Schwindel - Schwindelanfälle spezieller Sessel ZEN

01.10.2022

Analysieren wir Schwindel, dann erfahren wir das der Schwindel keine Krankheit ist, sondern ein Symptom. Ausgelöst werden Schwindelanfälle meistens über das Innenohr. Die Störung im Innenohr durch harmlose Attacken ausgelöst. Es kann aber durch eine größere Erkrankung mit einem erheblichen Gefahrenpotential sich dahinter verstecken.  Wir alle werden irgendwann das Gefühl von Schwindel (Vertigo) schon erlebt haben. Vielleicht bei einer Karussellfahrt oder auch bei einem schnellen Tanz mit vielen Drehungen. Aber drehende Körperbewegungen werden den Gleichgewichtssinn nur für eine sehr kurze Zeit irritieren. Kommen die Schwindelattacken immer wieder führen diese zu gesundheitlichen Störungen. Im Alter steigt die Wahrscheinlichkeit an Schwindelanfällen zu erkranken. Laut Statistik erleben diesen Zustand 30 % der Bevölkerung in Deutschland.

Folgende Schwindelarten sind bekannt:

  • Drehschwindel: Beim plötzlich auftretenden Drehschwindel fühlen sich die Betroffenen wie bei einer Karussellfahrt. Alles um sie herum scheint sich zu drehen. Drehschwindel tritt unter anderem beim Lagerungsschwindel auf, der zum Beispiel bei raschen Kopfbewegungen auftritt und in der Regel nur wenige Sekunden anhält. Eine weitere Ursache für Drehschwindel kann Morbus Menière sein. Echter Drehschwindel deutet in der Regel auf eine vestibuläre Funktionsstörung hin. Bei Schwanken und Benommenheit müssen neurologische Defizite im Untersuchungs-befund identifiziert und als Ursache von funktionellen (z.B. psychosomatischen) Beschwerden abgegrenzt werden. Dabei helfen Begleitsymptome wie fokale neurologische Defizite, Hörstörung, Ohrdruck, Tinnitus oder psychische Symptome wie Angst und Affektstörung. Bei manchen Erkrankungen sind die Schwindelauslöser pathognomonisch (z. B.Kopflageänderung beim gutartigen Lagerungsschwindel). Sehr hilfreich für die differenzialdiagnostische Eingrenzung ist die Eruierung der minimalen und maximalenDauer von Schwindelepisoden.
  • Schwankschwindel: Betroffene meinen bei Schwankschwindelanfällen, dass sie selbst oder die Umgebung schwanke. Diese Schwindelform kann sowohl durch Muskelverspannungen, als auch durch psychogene Faktoren hervorgerufen werden. In zweiterem Fall sprechen Mediziner auch vom psychogenen Schwankschwindel, der häufig mit Angststörungen in Verbindung steht.
  • Liftschwindel: Liftschwindel erleben Betroffene so, als würden sie angehoben werden oder sinken. Deshalb kann diese Form von Schwindel zu Gangunsicherheit und starker Benommenheit führen, was ein erhöhtes Risiko für Stürze mit sich bringt. Meist ist Liftschwindel auf eine Störung des Gleichgewichtsorgans zurückzuführen.
  • Lagerungsschwindel: Die häufigste Form von Schwindel, ist der sogenannte gutartige (benigne), anfallsweise auftretende (paroxysmale) Lagerungsschwindel:. Bis zum 70. Lebensjahr leidet im Durchschnitt jeder Dritte einmal unter dieser harmlosen, aber zunächst bedrohlich erscheinenden Schwindelform. Der paroxysmale Lagerungsschwindel kann in jedem Alter auftreten, ältere Menschen sind jedoch häufiger betroffen.
  • Schwindel Motorische Symptome von Parkinson: Bei Patienten mit einem klassischen M. Parkinson kann Schwindel zum einen durch die mit der Krankheit verbundene schlechtere Muskelbeweglichkeit hervor-gerufen werden, die dazu führt, dass das Blut im Körper beim Lagewechsel vom Liegen zum Stehen nicht effektiv aus den Beinen zurück Richtung Herz gepumpt werden kann. Dies kann in einen Blutdruckabfall und somit ein Schwindelgefühl münden. Der medizinische Fachbegriff hierfür ist "orthostatische Hypotonie", die allerdings nicht nur beim klassischen M. Parkinson, sondern auch bei einem sogenannten atypischen Parkinsonsyndrom aufgrund einer Fehlfunktion des vegetativen Nervensystems auftreten kann. Erschwerend kommen zum anderen die bei Parkinsonpatienten zur Behandlung der motorischen Probleme verordneten Dopaminpräparate hinzu, die für sich genommen ebenfalls eine Reduktion des Blutdrucks und somit eine Verstärkung der eben geschilderten Problematik zur Folge haben können. Personen mit psychischen oder neurologischen Störungen, zum Beispiel Demenz, oder einer anderen neurologischen Erkrankung (u. A. Parkinson, Multiple Sklerose, Muskelerkrankungen)  fühlen sich oft unruhig und verhalten sich dementsprechend. Das ist besonders für die Person selbst nicht angenehm: es hat einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden. Darüber hinaus erfordert eine Person mit unruhigem Verhalten zusätzliche Anstrengungen und Aufmerksamkeit von informellen Betreuern (z. B. dem Partner) und/oder professionellen Betreuungskräften.

  • Forschung

    Eine dieser Studien betrifft eine aktuelle ange­wandte Forschung mit dem ZEN Pflegesessel

    • Bereits 1998 wurde an der University von Roches­ter über die Auswirkungen der Schaukelstuhl­ therapie bei Menschen mit Demenz geforscht. Fün­fundzwanzig Probanden schaukelten sechs Wochen lang regelmäßig in traditionellen Schaukelstühlen. Je länger sie schaukelten, desto besser wirkte sich dies auf ihr Wohlbefinden aus. Außerdem benötigte die regelmäßig schaukelnde Gruppe weniger Schmerzmittel als die Kontrollgruppe.

    • Auch die niederländische Forschungs­Studie von Pieper et al. aus dem Jahr 2013 zeigt, dass sowohl schmerzlindernde als auch verhaltensbeeinflussen­de Interventionen am effektivsten gegen agitiertes Verhalten, Depressionen und Angstzustände bei Demenzkranken sind. Die Schaukel­Therapie wird als eine dieser Interventionen aufgeführt. Behandlungsrichtlinien Im Jahr 2008 initiierte eine Projektgruppe niederländischer Professoren und medizinisches Fachpersonal Leitlinien für Behandlungen, die auf problematisches Verhalten bei Menschen mit Demenz gerichtet sind. Im Jahr 2018 wurden diese Leitlinien von VerenSo (Fachverband der Spezialisten für Altersmedizin) und NIP (Niederländisches Institut für Psychologen) aktualisiert. Die daraus resultierenden Behandlungen sind von großem Mehrwert für die tägliche Arbeitspraxis der Pflegekräfte. Interventionsplan Aus den Leitlinien wurde beispielsweise ein Interventionsplan für agitiertes Verhalten erstellt.

    Dieser beinhaltet: 

  • Aktivitäten, die zu der Person mit Demenz passen und positive Reaktionen auslösen

  • Musikinterventionen

  • Hör­Reize mit Kopfhörer, wie z. B. simulierte

  • Anwesenheit von Angehörigen

  • Taktile Reize wie Handmassage, Akupressur und
  • Berührung ("therapeutische Berührung")

  •  Kuscheln / Nähe

  • Aromatherapie mit Zitronenmelisse

  • Ein personalisierter, ausgewogener Trainings­ und Ruheplan Schaukeln als Ergänzung Schaukeln kann dabei eine wertvolle Ergänzung sein. Wie die Forschung zeigt, löst es positive Reaktionen aus. Darüber hinaus kann Schaukeln Teil eines Trainings­ und Ruheplans sein. Der Mehrwert des Schaukelns für Mensche mit Demenz wird auch im Buch 'Sensory Modulation in Dementia Care' (2018) von Dr. Tina Champagne beschrieben. Die amerikanische Professorin für Ergotherapie hat unter anderem das "Sensory Modulation Program" für Demenz­kranke entwickelt. Eine der hierin beschriebene beruhigenden Strategien beinhaltet das Schaukeln in einem Schaukelstuhl oder ­sessel. Das Schaukeln trägt auch positiv zum Gleichge­ wichtssinn, Stabilität, Richtung und Koordination bei, so die Veröffentlichung von Dr. Champagne

Im Alter selbstbestimmt leben mit einem ZEN-Pflegesessel 564

ZEN Pflegesessel - Forschung und Pilotprojekte
Der ZEN Pflegesessel mit motorischer Slow-Motion Schaukelbewegung wurde auf der Grundlage angewandter Forschung und Pilotprojekten in Pflegeheimen in Deutschland und den Niederlanden sorgfältig entwickelt. Die Recherche wurde 2019 durchgeführt, die Pilotierung fand im Zeitraum 2020/2021 statt. An den Pilotprojekten waren die Residenz am Wiesenkamp (Standort D-Hamburg), die Zorggroep (Standort NL-Helden) und die Floravita Zorgpartners (Standort NL-Moordrecht) beteiligt. Der ZEN Pflegesessel stand hier mehrere Monate in verschiedenen "Wohnräumen". Pflegekräfte und Ergotherapeuten haben die Wirkung des ZEN Pflegesessels in ihrer täglichen Arbeit mit Patienten erleben können. Aufgrund ihrer positiven Rückmeldungen wurde definitiv festgestellt, dass der ZEN Pflegesessel sowohl für den Patienten als auch für die Pflegekraft einen nachweisbaren Mehrwert bietet. Beispiele für Rückmeldungen der Gesundheitseinrichtungen nach den Pilotprojekten: Bei allen Probanden wurde eine objektive Verringerung der Unruhe beobachtet:
• Weniger körperliche und verbale Agitation
• Wander- und Suchverhalten gestoppt
• Bewohner ruhig genug, um an einer Gruppenaktivität teilzunehmen

Forschungsdesign

In zwei Wohnzimmern des Pflegeheims Hof van Nassau in NL­Steenbergen (Teil der Pflegeeinrichtung tanteLouise) wurden elektrisch verstellbare Fitform-Pflegesesselmit Slow­Motion­ Schaukelbewegung platziert. Das Pflegepersonal war aktiv an der Durchführung der Untersuchung beteiligt. Anhand von Einschluss-kriterien wurde eine repräsentative Stichprobe unter den Bewohnern der Pflegeeinrichtung gezogen: Wie reagieren sie auf die Schaukelbewegung? Berücksichtigte Verhaltensmerkmale und Äußerungen stammen unter anderem aus dem Wohlfühlmaßstab bei Demenz aus dem Messgerät PAINAD (Pain Assessment in Advanced Demenz).

Ausführung der Nachforschungen

Der übliche Umgang mit Unruhezuständen bei den Bewohnern bestand aus Folgenden Interventionen: persönliche Aufmerksamkeit (Eins­-zu­-Eins) in Kombination mit der Umsetzung des Bewohners in eine Umgebung mit geringer Reizintensität und mit Musik; bei Bedarf wurden zudem Medikamente verabreicht. Bewohnerinnen und Bewohner, die an der Studie teilnahmen, wurden in Unruhemomenten von einer Pflegekraft zum Pflegesessel begleitet. Der Sessel wurde in die Relax ­Position gebracht und die Slow­Motion ­Schaukelbewegung für 15 Minuten aktiviert.

Der ZEN 564 Vario Pflegesessel ist eine Sonderausführung des Fitform-Sessels Modell 574 Vario.
Ein äußerst komfortabler Pflegesessel mit Aufstehfunktion, der schnell und mit einfachen Werkzeugen in den Maßen verändert werden kann. Der Sessel wird hier mit einem Rollensystem gezeigt, das ein einfaches Verrollen ermöglicht.

Slow-Motion-Schaukelbewegung
Einstellbar auf zwei Geschwindigkeiten. Vorprogrammierte Benutzerprofile Vier verschiedene Profile sorgen dafür, dass die Sesselbewegungen sicher den Wünschen und Bedürfnissen des Nutzers entsprechen.

Einfache Handbedienung
Drei Tasten mit deutlichen Abbildungen sorgen für eine benutzerfreundliche Bedienung. Sichere Verriegelung Der Sessel lässt sich leicht ver­ und entriegeln. Einstellbare Sitzunterstützung Bei Bedarf oder Wunsch kann der Sessel an die Körpermaße eines einzelnen Benutzers angepasst werden:
• individuelle Sitzhöhe
• individuelle Sitztiefe
• individuelle Armlehnenhöhe
• individuelle Lendenstütze (in Höhe und Dicke einstellbar)
• Kopf­/Nackenkissen verstellbar
• Verstellbare Topswing­Kopfstütze

ZEN Pflegesessel - Bezüge und Optionen
Der Fitform 564 ZEN Pflegesessel ist in verschiedenen Bezügen und mit zusätzlichen Optionen lieferbar.

Bitte lesen Sie den Artikel zum Thema:  Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte am Ende dieser Seite

Zehn Vorteile für Patient und Betreuer

1. Der Patient fühlt sich wohler, weil er weniger Unruhe verspürt.
2. Nachweisbare positive Wirkung bei Druckgeschwüren.
3. Nachweisbare positive Wirkung auf die Ödembildung.
4. Schmerzmittel oder Beruhigungsmittel können bei einigen Patienten reduziert werden.
5. Sicherer Gebrauch durch vorprogrammierte Sesselbewegungen, abgestimmt auf die Person.
6. Die Pflegekraft wird körperlich und geistig weniger belastet.
7. Die Pflegekraft kann andere Aktivitäten ausführen, während jemand im ZEN Pflegesessel schaukelt oder schläft.
8. Schaukelfunktion mit zwei Geschwindigkeiten.
9. Optimale Sitzunterstützung, abgestimmt auf die Körpermaße des Benutzers.
10. Einfach und sicher steuerbar mit einer übersichtlichen Handbedienung.
Medizinisches Hilfsmittel
Der Fitform 564 ZEN Pflegesessel erfüllt alle Anforderungen an ein Medizinprodukt der Klasse 1 der EU MDR (Medical Device Regulation) 2017/745

Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte

Die Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte ist am 25. Mai 2017 in Kraft getreten. Sie wird auch Medical Device Regulation (MDR) oder europäische Medizinprodukte-Verordnung genannt.

Sie gilt in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union unmittelbar und muss daher nicht in nationales Recht umgesetzt werden. Gleichwohl werden umfängliche Anpassungen des nationalen Medizinprodukterechts notwendig sein. Die Verordnung (EU) 2017/745 über Medizinprodukte löst die Medizinprodukte-Richtlinien (Richtlinie 93/42/EWG über Medizinprodukte (MDD), Richtlinie 90/385/EWG aktive implantierbare Medizinprodukte (Active Implantable Medical Devices - AIMD)) ab. Die Richtlinie 98/79/EG über In-vitro-Diagnostika (IVD) wird nicht in der Medizinprodukte-Verordnung aufgehen, sondern durch die eigene neue Verordnung (EU) 2017/746 ersetzt (In-Vitro Diagnostic Medical Devices Regulation - IVDR).

Hingegen ist die deutsche Medizinprodukte-Verordnung eine Verordnung auf der Ebene deutschen Rechts, welche das Medizinproduktegesetz (MPG) näher ausführt. Die Medizinprodukte-Verordnung (MPV) regelte die Bewertung und Feststellung der Übereinstimmung von Medizinprodukten mit den Grundlegenden Anforderungen gemäß § 7 des Medizinproduktegesetzes (MPG) (Konformitätsbewertung), die Sonderverfahren für Systeme und Behandlungseinheiten und die Änderung der Klassifizierung von Medizinprodukten in Deutschland. Die Verordnung trat am 26. Mai 2021 außer Kraft. Von der deutschen MPV abzugrenzen ist die gleichnamige, europäische Medizinprodukte-Verordnung.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Medizinprodukte-Verordnung_(Deutschland)

Da alle fitForm Sessel für Sie auf Maß gefertigt werden, genau nach Ihren Körpermaßen und speziell Ihre Wünsche bezüglich Bezüge und Zubehör berücksichtigt werden, haben Sie bitte Verständnis dafür, dass keine Preisangabe erfolgt.

Jederzeit können Sie sich mit unseren Mitarbeitern per Mail, telefonisch oder in unserem Stammhaus in Verbindung setzen.

Nach Angaben Ihrer Wünsche ermitteln wir den Preis.

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