Sessel bei unterschiedlicher Arthritis

01.10.2022

Zum Krankheitsbild: Rheumatoide Arthritis

Die Rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis, primär chronische Polyarthritis) ist eine entzündliche Gelenkserkrankung, die schubweise verläuft. Jeder kann davon betroffen sein. Die Patienten leiden vor allem an den Fingern und Händen unter geschwollenen, schmerzenden und deformierten Gelenken. Mit konsequenter medikamentöser Therapie lassen sich Komplikationen der Erkrankung in vielen Fällen verhindern. Lesen Sie hier alles Wichtige über die Rheumatoide Arthritis.

  • Was ist Rheumatoide Arthritis (RA)? Eine nicht ansteckende, chronische und schubförmig verlaufende Entzündung im ganzen Körper.
  • Symptome: anfangs unspezifisch (z.B. Abgeschlagenheit, leichtes Fieber, Schweregefühl der Muskeln), gefolgt von Schwellungen und reißenden Schmerzen zuerst in kleinen Gelenken (Hände, Füße), später auch in größeren (z.B. Knie), Morgensteifigkeit, eingeschränkte Beweglichkeit
  • Ursachen: RA ist eine Autoimmunerkrankung - das Immunsystem greift körpereigenes Gewebe an. Die Ursache ist unklar; diskutiert werden erbliche Faktoren sowie Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht und Infektionen.
  • Behandlung: Medikamente, invasive Therapie (z.B. künstliches Gelenk), Physiotherapie (wie Massagen, Thermotherapie, Elektrotherapie), Ergotherapie und Rehabilitation, gesunde Ernährung, ggf. Psychotherapie
  • Prognose: RA ist nicht heilbar. Mit der richtigen, lebenslangen Therapie lässt sich aber eine Ruhe der Erkrankung (Remission) erzielen. Unbehandelt werden dagegen zunehmend Knorpel, Knochen und Bindegewebe zerstört.

Rheumatoide Arthritis: Definition

Der Begriff "Rheumatoide Arthritis" bedeutet übersetzt "Gelenkentzündung, die zum rheumatischen Formenkreis gehört". Früher wurde die Erkrankung auch als (primär) chronische Polyarthritis (poly = viele, Arthritis = Gelenkentzündung) bezeichnet.

Die Rheumatoide Arthritis ist aber eine systemische (also den ganzen Körper betreffende) Entzündung. Sie ist lang andauernd (chronisch) und verläuft bei vielen Patienten in Schüben. Rheumatische Symptome zeigen sich vor allem an den kleinen Gelenken der Hände und Füße.

Welche Krankheit verursacht meine Beschwerden?

Rheumatoide Arthritis: Wer ist betroffen?

Die Rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung der Welt. In Deutschland sind rund 550.000 Menschen davon betroffen. Rund zwei Drittel der Patienten sind weiblich. Obwohl die Rheumatoide Arthritis in jedem Alter auftreten kann, sind die meisten Patienten beim Ausbruch der Erkrankung zwischen 50 und 70 Jahre alt.

Die Variante "Juvenile idiopathische Arthritis" (siehe unten) tritt bei etwa 0,1 Prozent der unter 18-Jährigen auf, also bei ungefähr 13.000 Kindern und Jugendlichen. Damit ist diese Form der Rheumatoiden Arthritis eine der häufigsten chronischen Erkrankungen bei Minderjährigen.

Zehn Prozent aller RA-Patienten haben einen Verwandten ersten Grades (also zum Beispiel einen Elternteil), der ebenfalls Rheumatoide Arthritis hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass von eineiigen Zwillingen beide erkranken, liegt bei etwa 15 bis 20 Prozent.

Rheumatoide Arthritis: Besondere Formen

Es gibt einige besondere Formen von Rheumatoider Arthritis:

Caplan-Syndrom: Rheumatoide Arthritis in Kombination mit einer Quarzstaublunge (Silikose). Mediziner sprechen hier auch von Silikoarthritis. Das Caplan-Syndrom tritt typischerweise bei Arbeitern im Steinkohlebergbau auf.

Felty-Syndrom: Das Felty-Syndrom ist eine schwere Verlaufsform der Rheumatoiden Arthritis, die vorwiegend Männer betrifft. Neben der Gelenkentzündung ist die Milz geschwollen und die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) vermindert.

Alters-Rheumatoide-Arthritis (late onset rheumatid arthritis, LORA): Die Alters-Rheumatoide-Arthritis ist eine häufige Erkrankung. Sie bricht erst nach dem 60. Lebensjahr aus und betrifft oft nur ein oder wenige große Gelenke. Zusätzlich bestehen oft Allgemeinsymptome wie Fieber, Leistungsknick, Gewichtsverlust und Muskelschwund.

Juvenile idiopathische Arthritis: Auch Juvenile Rheumatoide Arthritis genannt. Der Zusatz "juvenil" zeigt, dass diese Form der Rheumatoiden Arthritis junge Menschen (Kinder, Jugendliche) betrifft. Die Ursache der Erkrankung ist meist unklar. Man geht davon aus, dass bei den Betroffenen eine - teilweise unerkannte - bakterielle Infektion das Abwehrsystem stark aktiviert. Als Folge wird körpereigenes Gewebe zerstört (Autoimmunreaktion).

Systemische Arthritis: Sie ist eine Unterform der Juvenilen idiopathischen Arthritis. Neben Gelenkschmerzen treten hier Fieberschübe auf. Oft entwickeln sich zusätzlich ein fleckiger Hautausschlag und Lymphknotenschwellungen. Die Krankheit befällt darüber hinaus auch andere Organsysteme wie Leber oder Milz. Beim Erwachsenen tritt diese seltene Erkrankung ebenfalls auf, wobei sie dann als Morbus Still bezeichnet wird.

Rheumatoide Arthritis: Symptome

Die Rheumatoide Arthritis beginnt mit unspezifischen Symptomen wie

  • Abgeschlagenheit
  • leichtem Fieber
  • Schweregefühl der Muskulatur
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Depression

Viele Patienten denken dann zunächst an einen grippalen Infekt oder eine Sportverletzung. Erst im weiteren Verlauf zeigen sich typische Rheumatoide Arthritis-Symptome. Dazu gehören Schwellungen und ziehende, reißende (rheumatische) Schmerzen der kleinen Gelenke an den Fingern und Füßen. In der Regel sind beide Hände beziehungsweise Füße gleichzeitig betroffen (symmetrischer Befall). Vor allem ein kräftiger Händedruck löst bei den Patienten starke Schmerzen aus (Gaenslen-Zeichen).

Zudem fühlen sich die Gelenke morgens steif an. Diese Morgensteifigkeit dauert mehr als eine halbe Stunde an und ist mit Bewegungseinschränkungen und Kraftlosigkeit verbunden. So fällt es Betroffenen zum Beispiel plötzlich schwer, eine Kaffeetasse zu halten.

Rheumatoide Arthritis an der Hand kann außerdem zu Durchblutungsstörungen einzelner Finger führen.

Später können zur Körpermitte hin gelegene größere Gelenke ebenfalls betroffen sein, zum Beispiel Ellenbogen, Schulter- und Kniegelenk oder die obere Halswirbelsäule. An den Fingerendgelenken (distale Interphalangealgelenke, DIPs) sowie an der Brust- und Lendenwirbelsäule macht sich die Rheumatoide Arthritis dagegen normalerweise nicht bemerkbar.

Rheumatoide Arthritis: Hilfsmittel

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Rheumatoide Arthritis: Hilfsmittel :



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